Das „orientalische Zackenschötchen“

Seit etwa 20 Jahren verstärkte Verbreitung mit Massenvorkommen an Straßenrändern und Flussufern.

Einwanderung auch in landwirtschaftliche Nutzflächen, v.a. Weinberge und extensives Grünland, aber auch Ackerflächen.

Beim orientalischen Zackenschötchen handelt es sich um einen „Neophyt“, was heißt, wo diese Pflanze wächst, wächst bald nichts anderes mehr.

Verdrängung der ursprünglichen Vegetation, Minderung des Grünlandwerts.

Auf Ackerflächen erhöhter Bekämpfungsaufwand, vor allem im Rapsanbau aufgrund der engen Verwandtschaft schwer bekämpfbar.

Eine frühzeitige Regulierung auf landwirtschaftlichen Flächen ist für Landwirte in betroffenen Gebieten wichtig.

 

Besondere Merkmale

40-150 cm hohe, stark verzweigte Pflanze,

untere Laubblätter gestielt, fiederspaltig mit großem Endabschnitt, obere Laubblätter kleiner, ungestielt, lanzettlich mit gezähntem Rand,

Blüten mit vier gelben Kronblättern von 5-6 mm Länge in vielblütigen Trauben.

Früchte bestehen aus ca. 10 mm langen, gelbbraun bis braunschwarzen Schötchen.

 

Ökologisches Profil

Mehrjährig, bis 10 Jahre, Vermehrung durch Samen, aber auch Austrieb von Wurzelsprossen,

Blütezeit von Mai bis August, 2000-5000 Samen/Pflanze,

Keimzeit von Herbst bis spätem Frühjahr des Folgejahres,

Blüte bereits im Jahr nach der Keimung möglich.

Bevorzugt wärmere, nährstoffreiche, offene Standorte. Herkunftsgebiet Sibirien bis Südosteuropa, in Mitteleuropa seit über 100 Jahren bekannt, in letzter Zeit starke Ausdehnung.

Die Pflanze wurde aufgrund ihres Ausbreitungspotenzials, und der Schäden in den Bereichen Biodiversität, Gesundheit bzw. Ökonomie in die Schwarze Liste der invasiven Neophyten aufgenommen.

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